Auswertung der Podiumsdiskussion vom 12.05.

Die Podiumsdiskussion „Campus: Grün, offen, lebendig – autofrei?“ liegt nun einige Tage zurück und wir wollen zusammenfassen, was die wesentlichen Erkenntnisse aus Sicht der Hochschulgruppe sind:

  • Von Seiten der TU wurde eingeräumt, dass es keine klaren Zuständigkeiten zum Thema Mobilität gibt. Vieles wird hier und dort mitbearbeitet. Eine Notwendigkeit zur Einrichtung einer oder mehrerer Stellen eines/von Mobilitätsbeauftragten wurde nicht gesehen.
  • Prof. Ruck ging leider auf keinen der Vorschläge zum Thema Mobilitätsmanagement ein. Der Verweis auf Mitarbeiter_innen, die aus dem Erzgebirge zur Uni kommen und auf das Auto angewiesen seien, offenbart, dass Ideen zeitgemäßer Mobilität im Rektorat noch nicht angekommen sind.
  • Rektorat und Stadtverwaltung sehen Bedarf für viele weitere Pkw-Stellplätze, anstatt trotz wachsender Uni mit der bestehenden Anzahl zu handeln.
  • Mittelfristig (in ca. 10 Jahren) wird die Konkurrenz der Hochschulen um Studierende zunehmen. Ein attraktiver Campus und eine breite Angebotspalette an Mobilitätsoptionen kann dann ein Standortvorteil sein. Dies ist bei der Unileitung noch nicht angekommen.
  • Viele Vorschläge zur Attraktivierung des Campus und zu einem konzeptionellen Vorgehen beim Thema Parkraum wurde eine Absage erteilt mit der Begründung, der TU Dresden seien die Hände gebunden. Zuständig und handelnd seien der Freistaat Sachsen, insbesondere das SIB. Nicht funktionierende Kommunikation mit der TU Dresden ist hier offenbar ein Dauerhindernis.
  • Es gibt an der Uni bereits viele Ideen und Ansätze zur Attraktivierung des Campus: An der Fakultät Verkehrswissenschaften ist Expertise zum Thema Mobilitätsmanagement und Ermittlung des Parkraumbedarfs vorhanden. Am Institut für Landschaftsarchitektur möchte man sich gerne einbringen, was die attraktive Gestaltung des Campus angeht. Insbesondere für die Zwischenräume zwischen den Gebäuden wird noch viel Potenzial gesehen. Bei letzterem Punkt signalisierte Prof. Ruck Interesse an einer Zusammenarbeit.
  • Viele an der Diskussion Beteiligte sind sich einig, dass ein Gesamtkonzept für die künftige Entwicklung des Campus hilfreich wäre, um eine Leitlinie für das Handeln zu haben und klare Positionen gegenüber anderen Akteuren vertreten zu können. Auch in diesem Punkt ist noch Überzeugungsarbeit notwendig.
  • Die Stadtverwaltung hat offenbar keine Ambitionen, Feinstaubgrenzwerte einzuhalten. „Das liegt am Standort der Messstation, dass die Feinstaubwerte überschritten werden.“ Das ist genauso als ob ein Arzt sagen würde: „Dass der Patient Fieber hat, liegt daran, dass die Temperatur an der wärmsten Stelle des Körpers gemessen wurde.“

Wir haben erkannt, dass noch ein paar dicke Bretter zu bohren sind, bis die TU Dresden auf umweltfreundliche Verkehrsmittel setzt und sich auf den Weg macht, Deutschlands umweltfreundlichste Hochschule zu werden.

Wir bleiben dran und freuen uns auf Unterstützung dabei!

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