Umfrage zur Nutzung einer App

Vor kurzem erreichte uns von Sven Lißner (Lehrstuhl Verkehrsökologie) eine Umfrage zu einem NRVP-Projekt (NRVP = Nationaler Radverkehrsplan), die wir gerne weitergeben:

Wir, das Team des Lehrstuhls für Verkehrsökologie der TU-Dresden, würden uns sehr freuen, wenn ihr ein paar Minuten eurer Zeit für eine Umfrage zur Nutzung der
Smartphone-App Strava erübrigen könntet. Wir forschen im Rahmen des
Nationalen Radverkehrsplans an Möglichkeiten zur Verbesserung der
Radverkehrsbedingungen. GPS-generierte Daten können dabei zukünftig eine
tragende Rolle bei der Planung spielen. Diesbezüglich interessieren wir
uns vor allem für die Nutzer! Ganz nebenbei helft ihr mir bei meiner
Dissertation und zu gewinnen gibt es auch etwas.

Hier geht´s zur Umfrage: https://www.soscisurvey.de/strava/

Albertbrücke voll eröffnet

Sehr rechtzeitig zum Wintersemester wurde am 05.09.2016 die Albertbrücke wieder für sämtlichen Verkehr freigegeben. Die TU-Dresden-Angehörigen aus der Neustadt dürfen sich nun über die klarere Kreuzungssituation ohne Gleisquerung freuen – zumindest auf der südlichen Seite. Wer die Brücke nach Norden verlässt, fährt dagegen über eine verwirrende und gefährliche Kreuzung. Der Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hatte schon in der Planungsphase u.a. auf zu kleine Aufstellflächen an den Zu- und Abfahrten der Albertbrücke hingewiesen.

Im Vergleich zum aus Fahrradsicht erfreulichen Bauzustand (alleinige Benutzung einer kompletten MIV-Fahrspur für den Zweirichtungsradverkehr) wird die offizielle Wegebreite unmerklich sinken und teilt sich dann auf die Seiten der Brücke auf. Wer sich traut, kann aber den neu hinzugekommenen sog. Sicherheitstrennstreifen (nicht gesondert gekennzeichnet, davon identischer Belag auf ca. 24 cm pro Brückenseite, siehe Foto) mit zum Überholen verwenden.

Leider ist der Radweg Richtung Süden noch nicht als solcher nutzbar, da noch Restarbeiten am Geländer auszuführen sind. Wir hoffen, dass die volle Ausbausituation zum Vorlesungsbeginn hergestellt ist.

Wir raten dringend ab, andere Radfahrende auf dem Gehweg zu überholen, da dies nicht zulässig ist. Zu Fußgängern muss Abstand gehalten werden (OLG Saarbrücken, Az. 1 U 110/02). Die Situation könnte sich entspannen, falls die Radwegebenutzungspflicht auf der Albertbrücke aufgehoben wird.

In diesem Sinne wünscht die Hochschulgruppe Fahrrad (HSG Rad) allen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, Studentinnen, Studenten und Gästen eine gute und sichere Rad-Fahrt!

Die Albertbrücke
Die wiedereröffnete Albertbrücke; Blick nach Norden, d. h. zur Neustadt

 

Radwegbreite Albertbrücke
Radweg auf der Albertbrücke, mit eingezeichneten Größen. Bild von der Website der Landeshauptstadt Dresden; eigene Einzeichungen.

TU Dresden entfernt Schrotträder

Die Meldung ist eigentlich schon ein paar Wochen alt, aber schafft es erst heute auf unseren Blog: Etwa zeitgleich mit der Aktion #mehrbuegel der Hochschulgruppe hat das Dezernat 4 der TU Dresden begonnen, Schrotträder – auch Fahrradleichen genannt – zu entfernen. Verdächtige Fahrräder wurden dazu mit einem Zettel markiert, der die Besitzer der entsprechenden Räder dazu aufforderte, diese innerhalb von 4 Wochen zu entfernen. Nach Auskunft aus dem Dezernat 4 werden die entfernten Fahrräder ein halbes Jahr eingelagert und dann an die Lebenshilfe übergeben, welche die Räder aufarbeitet und für einen geringen Preis verkauft. Während wir in der Aktion schon eine Reaktion auf #mehrbuegel vermuteten, heißt es, die Aktion sei schon länger geplant gewesen.

Die Hochschulgruppe Fahrrad begrüßt die Aktion der TU Dresden, weist aber darauf hin, dass dies nicht die Schaffung weiterer sicherer Fahrrad-Abstellmöglichkeiten ersetzen kann. Diesen Bedarf hat unsere Aktion #mehrbuegel eindrücklich belegt.

#mehrbuegel – ein Rückblick

Die Aktion #mehrbuegel lief vom 30.6. bis zum 8.7. und wir wollen zurück schauen und Bilanz ziehen:

Es bereitete viel Spaß, auf dem Campus der TU Dresden hunderte weiße Kreide-Kreise zu ziehen und an die hundert Hashtags #mehrbiegel zu versprühen. Über 2000 Flyer wurden an Fahrräder verteilt, die keinen passenden Parkplatz gefunden haben, um über Sinn und Zweck der Aktion zu informieren. Noch immer zeugen blasse Kreidespuren von der Aktion und an einigen Orten weisen einlaminierte Schilder auf die Aktion hin.

Bei unseren Runden mit der Kreidedose haben wir von Studierenden und Mitarbeiter_innen viel Zuspruch erhalten und auch die Presse hat ausgiebig über die Aktion berichtet:

  • Radio Dresden berichtete am Nachmittag des 5.7. im Radio über die Aktion. Nachzulesen ist ein kurzer Beitrag auf der Homepage.
  • addn.me (Alternitve Dresden News) berichtete ebenfalls am 5.7. und forderte nicht nur #mehrbuegel, sondern auch bessere Wege für Radfahrende auf dem Weg zum Campus (Nürnberger Straße, Fritz-Löffler-Straße) und für die Wege zwischen den Gebäuden und Fakultäten. –> zum Artikel
  • Die SZ (Sächsische Zeitung) berichtete am 7.7. in der Online- und der Print-Ausgabe.
  • Ebenfalls am 7.7. war die Aktion #mehrbuegel eine Nachricht im Fahrgast-TV „infahrt“ der Dresdner Straßenbahnen wert (siehe unten).
  • Der Wochenkurier hat in seiner Ausgabe vom 13.7. (Seite 3) über #mehrbuegel berichtet.
  • Die CAZ hat uns an einem Tag auf dem Campus begleitet, der Artikel wird noch erscheinen.

Wir haben mit der Aktion offenbar ein brennendes Thema aufgegriffen und breiten Zuspruch erhalten. Nun bleibt zu hoffen, dass auch die Menschen, die über die Gestaltung des Campus und das Geldausgeben für die TU Dresden entscheiden, den Bedarf erkannt haben. Wir bleiben jedenfalls am Thema dran und stehen gern als konstruktiver Gesprächspartner zur Verfügung.

PS: Wir freuen uns über Unterstützung in der Hochschulgruppe. Mach mit uns gemeinsam die Uni für Radfahrende attraktiver. Wir treffen uns immer am 3. Mittwoch im Monat, das nächste Mal am 20.7. um 18:15 in der Stura_Baracke. Komm vorbei!

#mehrbuegel

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Vielleicht habt ihr sie schon bemerkt: Die Kreidekreise, die sich auf dem Campus ausbreiten. Dahinter steht unsere Aktion #mehrbuegel, mit der wir den Mangel an Fahrradstellplätzen auf dem Campus der TU sichtbar machen. Wie das funktioniert und was wir damit erreichen wollen, lest ihr im Folgenden:

Aktion

Fahrräder, die offenbar keinen Platz in einem Fahrradständer gefunden haben, werden auf dem Boden mit weißer Kreide markiert. Ein Flyer informiert den/die Besitzer_in des Rades über die Aktion. Wir werden in den nächsten 10 Tagen auf dem Campus unterwegs sein und mit weißer Kreide sichtbar machen, wo es offensichtlich an Fahrradständern mangelt und werden die Aktion über Twitter, Facebook und unseren Blog dokumentieren. Ziel ist ein weißer Campus am Ende der Woche. Wir rufen jede_n dazu auf, mitzumachen:

Mitmachen

Dein Fahrrad wurde weiß eingekreist? Hol dein Smartphone aus der Tasche und poste ein Foto mit dem Hashtag #mehrbuegel auf Twitter oder Facebook!

Du findest die Aktion cool? Hol dein Smartphone aus der Tasche und poste Fotos von Fahrrädern ohne Parkplatz mit dem Hashtag #mehrbuegel auf Twitter oder Facebook!

Du siehst ein nicht eingekreistes Rad ohne Fahrradständer? Besorg dir weiße Kreide und kreis‘ es ein!

Dir reicht das alles nicht? Komm zum nächsten Treffen der Hochschulgruppe!

Forderungen

  • Wir fordern 2500 neue, sichere Fahrrad-Stellplätze auf dem Campus der TU Dresden.
  • Wir fordern die TU Dresden auf, den Mangel an sicheren und gut nutzbaren Fahrradständern auf dem Campus schnellstmöglich zu beheben!
  • Wir fordern die TU Dresden auf, massiv Druck auf andere Beteiligte wie das SIB (Sächsisches Immobilien- und Baumanagement) und die Stadt Dresden auszuüben, die Schaffung von Fahrrad-Abstellanlagen zu unterstützen!
  • Wir fordern die TU Dresden auf, ein Gesamtkonzept (Masterplan) für einen attraktiven, fußgänger- und radfahrerfreundlichen Campus zu erarbeiten!

Weitere Infos

Der Mangel an Fahrradständern sticht nicht nur jedem Besucher des Campus sofort ins Auge, sondern wurde auch wissenschaftlich belegt: Konstantin Baumeister hat in seiner Diplomarbeit eine umfangreiche Analyse von Bestand und Bedarf vorgenommen: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-203195.

Auf der von der Hochschulgruppe organisierten Podiumsdiskussion „Campus: Grün, offen, lebendig – autofrei?“ sprach der Leiter des Stadtplanungsamtes von einem zusätzlichen Bedarf von 2500 Parkplätzen (für Autos) auf dem Campus. Wir finden das absurd und greifen die Zahl auf und fordern, keine riesigen Flächen für das Parken von Autos zu verwenden, sondern kostengünstiges, flächensparendes und umweltfreundliches Fahrradparken zu fördern.

Keineswegs beschränken wir uns ausschließlich auf Anlehnbügel, wie der Hashtag suggeriert. Solange das Fahrrad an der entsprechenden Einrichtung kippsicher steht und Rahmen und Räder gegen Diebstahl gesichert werden können, ist uns jeder Fahrradständer recht. Auch Fahrradboxen und Fahrradparkhäuser würden die Herzen von uns und allen Radfahrenden höher schlagen lassen!